Laminieren und Lackieren

Von hier – März 2017…

… nach hier – April 2019 wars auch ein laaaaaaanger Weg.

Tja, warum hat es so lange gedauert?

Zum Einen muss Ralfi ja zwischendrin auch noch arbeiten, deswegen bleiben für die Arbeiten leider nur die Wochenenden.
Zum Anderen hat uns oft das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es müssen fürs laminieren halt bestimmte Mindest bzw. Höchsttemperaturen eingehalten werden.
Und es macht ja auch keinen Spaß bei Minusgraden draußen zu schrauben, flexen, laminieren oder was auch immer. Und genauso wenig bei 40 Grad im Schatten.

Achja. Und bevor jemand fragt was ich die ganze Zeit mache…Ralfi laminiert, spachtelt und schleift. ALLES andere mach ich. Wirklich alles. Egal was.

Verwendete Materialien zum laminieren:

Glasfasermatte Triaxial 880 g/m2. 65 cm breit / 60 m lang.  –  Die Matte ist aufgrund der Webart sehr stabil und dick, aber dadurch auch sehr steif und deswegen eher für gerade Flächen geeignet. Für uns also perfekt.
Verarbeitet wurden insgesamt 3 Rollen (wobei auf der letzten Rolle jetzt noch etwas drauf ist, was aber für den Abwassertank benötigt wird).

Und als Harz: Polyesterharz geschätzt 200 kg.
Und gefühlt 100 Pinsel und Fellrollen. Saubermachen lohnt sich da echt nicht und geht auch nicht, weil das Harz wenn es denn aushärtet sehr schnell aushärtet.
Verarbeitungsdauer je nach Außentemperatur und je nach Mischungsverhältnis Härter und Verdünnung ca. 20 – 40 min.

Um die Matte bequem abrollen zu können, hat Ralfi einen Ständer gebaut. Anfangs hat die Rolle natürlich rapide abgenommen. Immerhin sind zwischen 8 und 15 Lagen Glasfasermatte draufgekommen.

Direkt nach dem erhöhen wurden ja schon die ersten Bahnen reinlaminiert. Und Ralfi will vorm Sommerurlaub wenigstens einmal rundum zu haben.

Damit der Koffer schon von vornherein einigermaßen wieder seine leicht runde Form bekommt hat Ralfi Pertinax Platten von innen an die Seite geklemmt. Pertinax weil es stabil, aber gleichzeitg flexibel ist.

Uuuuuh. Da fehlt noch ein bißchen.

Und mal wieder ein bißchen schleifen. Durch das Abbeizen ist es einfach nur sauberes, trockenes GFK und lässt sich super schleifen.

Fast geschafft und einmal rundum zu. Jetzt können wir beruhigt in den Sommerurlaub fahren.

 

Vorm Urlaub kam der Koffer noch ins Zelt und nach dem Urlaub ging dann das „richtige“ laminieren los.
Der Koffer muss ja wieder in Form gebracht werden, die Fenster und Dachluken werden zulaminiert, die Klappe vorne neben der Tür ebenfalls, sowie die runde Klappe an der Seite. Und über die Stoßkanten von den Ringen kommen „Riegel“ drüber.  Das alleine hat schon bis Mitte 2018 gedauert.

Die große Klappe links neben der Tür kommt auch weg.

Die beiden hinteren Fenster wurden zulaminiert, das vordere wird größer und lediglich etwas angepasst.

Von innen sieht man schön die Erhöhung.

Fenster auf der anderen Seite sind auch soweit zulaminiert. Der Steg zwischen den halben Fenstern kommt ja noch weg, weil da ein großes Fenster hinkommt.

Und zwischendrin immer mal wieder raus aus dem Zelt zum schleifen, damit die Sauerei nicht alles im Zelt rumfliegt.

Wie war das mit den Affen? Wenn die steigen, gibts Regen?

 

Auch innen muss alles abgeschliffen werden, weil da später die Unterkonstruktion aufgeklebt wird für die Wandpaneelen.

Und wieder rein damit. Fenster Ausschnitte gemacht und letzte Vorbereitungen fürs spachteln.

Fein gemacht.

Jo, Dicker. Bist der Beste.

Tja. Und dann wars so weit. Es wurde gespachtelt. Fürs Grobe mit Polyester Glasfaserspachtel. Für die Feinheiten Polyester Füllspachtel.

 

Und immer wieder schleifen, schleifen, schleifen. Dann wieder spachteln und wieder schleifen, schleifen, schleifen.

Zwischendurch um ein Erfolgserlebnis zu haben, auch mal ein Fenster angepasst. Die hellen Stellen zwischen dem Grün ist der Feinspachtel.

Aber schließlich ist es doch geschafft und es ist alles soweit vorbereitet für die Lackierung. Nur noch ganz wenig feinschleifen.

 

Ja, hmmmm, hmmmm. Jahaaaaa.  Am 22.04.2019, zwei Jahre nachdem wir mit den Arbeiten am Koffer angefangen haben war es endlich, endlich so weit.
Ralfi war kurz vorm durchdrehen. Er ist immer nur um den Koffer rumgeschlichen und hat geguckt wo noch was zu spachteln ist. Und am Wochenende hat er dann entschieden, er braucht jetzt mal einen Erfolg und will endlich mal ein Ende sehen. Deshalb wurde der Koffer am 22.04.19 grundiert. Da Ralfi mit Farbenso gar nix am Hut hat, durfte ich das machen. Und da Ralfi nicht so der Knipser ist, gibts da keine Bilder. Erst vom Endergebnis.

Grundierung: MIPA 100-20; RAL 1011, gerollt und war super.

Decklack: MIPA 250-70; RAL 1001, auch gerollt und total kacke. Also schnell, schnell die Sata (Lackierpistole)* raus und lackiert.

Vorne grundiert.

Und hinten

Und dann die Seiten.

 

Grundierung fertig und es sieht meeeeega aus. Wenn nur der lack genauso gut geworden wäre.

Nach dem Grundieren sieht man dann halt die ganzen vielen Stellen, die nochmal nachgespachtelt werden müssen und wo noch was geschliffen werden muss.

 

Und am Ende war der Koffer nochmal komplett geschliffen.

 

Leider ließ sich der MIPA Lack nicht so gut verarbeiten wie die Grundierung.

So sah es aus als ich anfing mit rollen. Ganz übel.

Der Lack ist so dermaßen schnell getrocknet, obwohl die denkbar besten Bedingungen herrschten.

Und bevor der ganze  LAK versaut ist, holt Ralfi dann doch die Lackierpistole *. Das wollten wir ja gerne vermeiden, aber…wenns gerollt einfach nur kacke wird, was bleibt denn übrig?

 

test2 lackiert