Von der Idee…

ein Weltreisemobil zu bauen und eine Weltreise zu machen…

 

Ja. Und wie kommt man(Mann) denn auf so eine Idee?

Dazu gehen wir zurück in das Jahr Anno Dubak 2016.

Angefangen hat es damit, dass Ralfi schon immer gesagt hat, zum 50. Geburtstag (2017) kauft er sich ne Harley.

So war auch der Plan, zumal wir  sogar  im Jahr zuvor (April 2016) einen Wiedereinsteigerkurs (seeeeeeeehr empfehlenswert) bei Harley Davidson in Bruchmühlbach-Miesau gemacht haben.

Aber schon da hat sich abgezeichnet, dass das mit der Harley vermutlich eher nix wird, weil er auf ner Harley einfach aussieht wie ein Affe auf dem Schleifstein.

Mit 2,02 m und 140 kg ist man halt eher nicht so elegant wie eine Gazelle. Ist wie  beim Tanzen.
Und sieht sie nicht wirklich fast aus wie ein Pocketbike? Und das war schon die FatBoy. – Also die Harley mein ich, nicht Ralfi.

Von vorne ist es gar nicht sooooooooo schlimm   –  Aber Ralfi hat sich auf den Bildern gesehn und … Ooooaaaahhhh  neeeeeee, das geht gar nicht. Neeeeeee.

Aber … sein Wunsch war halt, zum 50. Geburtstag ein Motorrad.
Deswegen ging die Suche weiter und es war sogar eine VN 2000 im Gespräch.

 

Die war von der Größe her super und hat sich auch super fahren lassen, aaaaaaaaaaaber, das ist halt mal keine Harley.

Ich denk dazu brauch ich nix weiter zu erklären, weil die, die Harley fahren, wissen wovon ich schreibe, alle anderen werden das niiiiiiiiiiieeee verstehen.
Eine Harley LEBT. Die hat eine Seele.

Ein weiteres Problem wäre dann halt gewesen, er wäre immer alleine unterwegs, weil ich mich neverever jemals wieder hinten drauf setze.
Und noch ein Moped für mich? Noch ein Gefährt, was hauptsächlich rumsteht und vielleicht 1-2 mal im Jahr bewegt wird?
So wie der Jeep oder das Boot?

Da waren wir uns dann recht schnell einig. – Neeeee, kommt nicht in Frage.

So…(O-Ton Ralfi): Die Kerle fangen ja mit 50 an zu spinnen, also brauch ich irgendeine Spinnerei, bevor ich auf dumme Gedanken komme. (O-Ton Ende)

Eijo, gucke mer mol… was steht denn alles zur Auswahl?
Nun…zB gibt es ja Männer die nehmen sich zum 50. eine Geliebte bzw. eine andere Frau. Haha. Tja, das ist ihm zu stressig.

Moped war ja jetzt schon abgehakt.

Was bleibt denn noch?

Hmmmm, hmmmmm, hmmmmmmmmmmmmmm mal überlegen…

Irgendwann (um die Weihnachtszeit 2016), wir liegen faul auf der Couch, Wetter ist kacke, es ist “langweilig”, ergab sich dann folgender Dialog:

Ralfi: Wie wärs denn mit einer Weltreise?
Ich: Hä? Einer WAS?
Ralfi: Na eine Weltreise?
Ich (ironisch): Mit dem QEK?
Ralfi: Neeee, natürlich nicht. Wir bauen ein Weltreisemobil (WeMo)/Expeditionsmobil(ExMo).
Ich (skeptisch/ironisch): Aha.

Na und was soll ich sagen. Wer Ralfi kennt, weiß, dass aus einer anfangs spinnerten Idee schnell was konkretes wird.
Die Idee war geboren und ließ uns dann natürlich beide nicht mehr los.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass eine Weltreise zu machen schon IMMER unser Lebenstraum war, allerdings hat sich die anfangs spinnerte Idee von Ralfi mittlerweile dazu entwickelt.

Einen Tingelurlaub wollten wir ja schon immer mal machen.
Also einfach nur losfahren und dort wo es schön ist bleiben wir ein paar Tage und dann gehts weiter.
Mit dem QEK ist das aber so ohne weiteres nicht möglich, da wir ja immer nen Haufen Gerödel dabei haben (ja und auf was willst du im Urlaub verzichten? Rischdisch…auf nix).

Und so ein Wohnmobil von der Stange? Ach neeeeeeee. Das ist so gar nicht unser Ding. Also mal das WWW durchforstet und mal geguckt was es da so alles an Ideen gibt.

Da gibts ja wahnsinnig viele tolle Seiten. Eine der ersten Adressen auf die man dann stößt ist  die Pisten Kuh.
Und am meisten inspiriert, was den Aufbau angeht, haben uns Simone und Olaf von den Two Vagabonds. Die haben auch einen LAK als Aufbau. Und wir wollten ja keinen geraden Aufbau, weil uns das halt irgendwie an einen Scheißhauscontainer erinnert (sorry an alle, die so einen Aufbau haben und lieben).

Die Auswahl an Fahrzeugen war dann schnell eingegrenzt, da Ralfi (wie soll es anders sein) bestimmte Vorstellungen von SEINEM LKW hatte.
Ein großes Führerhaus, kippbar versteht sich, drei Achssperren, die wir vermutlich nie brauchen werden.  – Aaaaber Haben ist besser als Brauchen.
Und möglichst wenig Schicki-Micki Elektronik Schnick-Schnack, der eh nur kaputtgeht.
Tja und da blieb dann eigentlich nur der Steyr12M18. Aber die Ernüchterung folgt auf dem Fuße…

Der Markt war und ist nicht gerade gesättigt mit Angeboten.

Einen wirklich schönen haben wir uns dann in Karlsruhe angeguckt und Ralfi auch probegefahren.

Das war im Grunde UNSER Steyr.
Aaaaaber… Schnäppchen macht man gleich oder gar net.

Am Tag darauf wollten wir ja noch zum Philipp aus dem Hanfbachtal, weil Ralfi dort SEINEN Traum-Steyr zu finden glaubte.
Tja, dumm gelaufen. Phillip aus dem Hanfbachtal war … na, da schreib ich jetzt besser nix dazu.

Die damals inserierten Steyr hatte der gar nicht. Den Steyr wegen dem wir da hochgefahren sind schonmal gleich gar nicht.

Drei Stück hatte er auf seinem Schrottplatz (anders kann man das Grundstück nicht beschreiben) stehen. Die stehen dort aber schon gefühlt 20 Jahre, total vergammelt, vermoost und verrostet. Innenleben, soweit wir es sehen konnten nicht vorhanden. Richtig reingucken war nicht möglich, da die Türen nicht aufgingen weil die Fahrzeuge dort so dicht stehen. Probefahrt? Na, der müßte erstmal wochenlang Fahrzeuge umparken um Eines rauszuholen. Und das würde er erst machen, wenn ein Fahrzeug gekauft ist. Die Katze im Sack sozusagen.
Bestimmt gibt es Leute die dort fündig werden.
Wir halt leider nicht, zumal der Phillipp auch ein extremst unfreundlicher Mensch ist. Vielleicht hatte er damals auch nur einen schlechten Tag. Keine Ahnung.

Und wie soll es anders sein? Natürlich ist der Steyr in Karlsruhe mittlerweile auch verkauft.

Da blieb mir nur eins…Ralfi zu trösten und zu beruhigen…Wer weiß wofür es gut war, womöglich läuft dir DEIN Steyr ganz schnell über den Weg.

Und so wars dann auch. Im Steyr Forum  wurde ihm empfohlen mal bei der Fa. Aigner zu gucken, der hätte vor Weihnachten einen reingekriegt.
Gut, beim Aigner angerufen, vorab schon bissel was besprochen und Termin ausgemacht.
Passt ja gut auf dem Weg in den Winterurlaub. Und was soll ich sagen?

Wir haben Einen.

Aigner ist nur zu empfehlen. Super freundlich, hilfsbereit und ein riesen Grundstück um den LKW auch mal probe zu fahren.

Das isser. Ein supertoller, ehrlicher LKW, den wir dann v.a. Dingen nach unseren Vorstellungen restaurieren.